Aufgestanden um 04:30 ging’s los in den Tag. Schnell Zähne putzen und ab ging’s los. Wir hatten ein straffes Zeitprogramm – das Abwasser musste weg. 🚐😅
Aber dann ging’s auf – wohin? Great Barrier Island – ganze 5 Stunden mit der Fähre, d. h. wir waren 1/4 der Zeit von Deutschland nach Neuseeland unterwegs. Angekommen musste ich erstmal einen Alkoholtest machen. Für mich sehr unverständlich, ich trinke doch so selten Alkohol – zumindest bisher noch nicht in Neuseeland. Denn hier braucht man für den Alkoholkauf immer den Passport, den ich bisher immer vergessen habe xD 🍻🙄
Wir hatten keinen Empfang, somit sind wir erstmal auf gut Glück losgefahren und haben uns natürlich verfahren – aber dort hatten wir dann Netz. Somit haben wir zunächst einmal die Map von Great Barrier Island offline auf dem Handy heruntergeladen. 📵📲
Ich hatte mir eingebildet, noch heute den höchsten Punkt der Insel zu ersteigen – den Mt. Hobson (Māori: Hirakimatā) mit einer Höhe von 627 Metern. Auf der Fähre hatte ich mir den Weg „Windy Canyon Walk“ ein bisschen auf Komoot erweitert – das war ein Fehler, wieso kommt noch. 🏔️🤦♂️
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Zurück zur Hinfahrt: Es ging auf und ab und die Straßen sind ziemlich eng. Nach etwa 30 Minuten kamen wir an unserem Ziel an. Wir haben seitlich in einer Kurve geparkt, denn dort gibt es nicht viele Abstellmöglichkeiten für den Van. Es ging los beim Tramline Track, welcher entlang einer alten Holztransportstrecke durch dichten Wald und kleine Bäche führt. Die Bäche sind besonders – besonders leicht zum Reinfallen. Erst Mone mit einem Fuß, später ich mit beiden Beinen sitzend xD. Anfangs waren wir sehr motiviert, es ging den Weg brutal steil ab – wieder rauf und ab. Der Weg ist zwar offiziell und war im Nachhinein auch echt schön, aber nicht wirklich mehr sehr gepflegt. Es war ein steiler Wegabschnitt komplett zugewachsen mit Sträuchern, steinig und glitschig – da waren wir schon selbst ein bisschen verzweifelt – aber wir waren richtig. 🌿😂
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Aber endlich: Wir haben es auf die Abzweigung zum Peach Tree Track zum Hirakimatā geschafft – fast Halbzeit. Wir waren schon leicht angeschlagen, aber es gab kein Zurück mehr. Auf dem Aufstieg kamen wir an einer Hütte vorbei – der Mount Heale Hut. Dort hat man die Möglichkeit, für einen kleinen Obolus von circa 7 NZ Dollar zu übernachten. Hätten wir das eher gewusst, dann wären wir dort gern über Nacht geblieben. Dort wäre alles Nötige vorhanden gewesen, von Töpfen bis zwei Schlafsälen und wichtig: Handyempfang.
Der Ausblick war gigantisch, das ist eine klare Empfehlung – vorausgesetzt, man schafft den Weg dort hoch. 🛖🏞️
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Dann ging es weiter und es wurde richtig heftig, wir sind nur noch aufwärts gegangen. Wir mussten kurz eine Power-Banane essen, um Energie zu bekommen. Dann kamen unendlich viele Treppen – ein Stairmaster ist ein Klacks dagegen. Treppen und Höhenmeter ohne Ende. Was aber wirklich beeindruckend war – es gibt unendlich viele kleine Bäume, Sträucher und wirklich sooo viel Grün. Nach starkem Durchhaltevermögen endlich – wir sind angekommen – am höchsten Punkt. Yeah!
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Der Ausblick war herrlich, wir hatten 360-Grad-Panoramablick über die Insel und konnten wirklich alle Strände sehen. Der Stairmaster hat sich gelohnt. Das war ein Gefühl – aber nicht lange, es war schon spät – 19:30 Uhr. Und wir mussten noch 1/3 des Gesamtweges runtergehen. 🥵🥾✨
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Und dann auf nach unten. Dort kamen wir beim Great Canyon Walk – gegen Ende des Weges schroffe Felswände aus vulkanischem Gestein. Die Felsen waren recht feucht und haben uns teils auf den Kopf getropft. Der letzte Kilometer war in Aussicht. Angekommen am Nature-Reserve-Ende haben wir uns nochmals die Schuhe abgeschrubbt und desinfiziert. Das ist notwendig, damit die besonderen Kauri-Bäume, welche bis zu 2000 Jahre alt und 50 Meter hoch werden können, nicht von der Kauri-Dieback-Baumkrankheit befallen werden. Diese Baumkrankheit befällt die Wurzeln, sodass die Bäume kein Wasser oder Nährstoffe mehr aufnehmen können. 🌳🧼
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Wir hatten uns einen Campingplatz am Strand herausgesucht. Nachdem es schon nach Sonnenuntergang war, als wir am Auto zurückkamen, fuhren wir direkt dorthin. Das Problem war: Die Kuhweidenschranke war nach gefühlten fünf Kilometern Schotterwegfahrt einfach abgesperrt. Das hieß, wir hatten keine Wendemöglichkeit mit unserem 6,1 Meter langen Gefährt. Wir haben es nach langem Hin und Her dann doch geschafft, zu wenden. 🚐🔄
Nachdem wir unser Fahrzeug verkehrssicher am Straßenrand in einer Art Parkbucht abgestellt haben – hatten wir ordentlich Kohldampf – wir hatten ja schließlich unsere Rekordwanderung hinter uns. Die Wraps zu Abend waren im Nichts verschlungen. 🌯😋
Für morgen haben wir einen entspannteren Tag geplant – da war auch Mone dran mit der Planung (Spaß). 😄📅













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