Waitomo Caves

Was wir heute erlebt haben…

Schlaflose Nacht mit Polizei überstanden, starteten wir auf zu den Waitomo Caves von Te Kuiti aus. Treffpunkt um 9:30 morgens. Wir hatten zwei verschiedene Touren über bookme.co.nz gebucht. Mone – die Lost World Tour (4h) und ich die Haggas Honking Holes(4h). Exklusives Interview mit Mone folgt noch, aber erstmal ging’s für mich los. 🚐😅

Zu Beginn mussten wir auf ein Holzgestell klettern, um unsere Fitness unter Beweis zu stellen. Mone war direkt weg – bei mir ging’s etwa 10 Minuten später los. Dann ab in den Van, 15 Minuten Fahrt zu den Caves, insgesamt sechs Leute und zwei Guides. Eingekleidet wurden wir mit Neoprenanzug, Neoprenjacke, Gummistiefeln, Harness und Helm mit Lampe. Danach Testabseilen – und ab in die Höhlen. 🧗‍♂️🪖

Das erste Abseilen: 18 Meter. Krass, und das war erst der Anfang. Der eine Gummistiefel hatte ein Loch – super. Das zweite Abseilen ging direkt durch einen Wasserfall. Danach waren beide Stiefel randvoll – aber irgendwie auch mega lustig. Absolut crazy, sowas hab ich noch nie erlebt. 💦😂

Beim dritten Abseilen war man komplett auf sich gestellt: abseilen, Weg finden und dem Wasser folgen. Ich landete in einem winzigen 3-Quadratmeter-Cave. Keine Ahnung, wo’s weitergeht? Ja, richtig – durch den Wasserfall in eine kleine Öffnung. Komplett durchnässt, aber juhuuu! Gleich nochmal ab – es wurde immer enger, total verrückt, aber so cool. Und dann sah ich endlich die ersten Glühwürmchen. Wow. ✨🐛

Das vierte Abseilen war ein Highlight: alle Lichter aus, nur ein bisschen Rotlicht, und dann volle Wasserfalldusche – mega. Danach mussten wir robben, richtig tief unten, damit wir die Glowworms nicht beschädigen. Wir saßen alle im Halbkreis, machten wieder alles aus und starrten in die totale Dunkelheit, nur das natürliche Licht der Glowworms. Die Augen brauchten etwas, aber dann – dieser Sternenhimmel unter der Erde. 🌌🕳️

Glowworms sind eigentlich keine Würmer, sondern die Larven einer Mücke. Je hungriger sie sind, desto heller leuchten sie. Die klebrigen Seidenfäden, die von der Decke hängen, sind ihre „Angel“. 🧬🧵

Weiter ging’s zum tiefsten Punkt – 80 Meter unter der Erde. Wieder alles aus. Hier unten ist es so dunkel, dass man gar nichts sieht. Der Guide meinte, dass man nach ein paar Wochen ohne Licht fast blind werden würde, weil die Augen komplett abschalten. Das war der dunkelste Moment meines Lebens. Und mittendrin diese uralten Höhlen: über 30 Millionen Jahre alt, aus Kalkstein, mit Stalaktiten (von oben) und Stalagmiten (von unten), die nur wenige Millimeter pro Jahrhundert wachsen. Unfassbar, wie lange die Natur daran „gebaut“ hat. 🪨⏳

Ach ja – Waitomo heißt auf Māori „wai“ = Wasser und „tomo“ = Loch/Senke. Also „Wasser, das in ein Loch verschwindet“. Könnte nicht besser passen. 💧🌀

Raus ging’s dann wieder über Klettern, Kriechen, Robben, Leitern – nach etwa drei Stunden tauchten wir wieder auf. Ich sprintete in die Sonne und sofort aufs Klo … die Blase war kurz vorm Platzen. Und wie wir beim Schnorcheln gelernt haben: Es wird nicht in den Anzug gepullert. Danach duschen – trotzdem roch man noch nach jahrzehntealtem Leihanzug-Schweiß. Aber absolut alles wert. 🛁🤣

Exklusiv – Interview mit Mone:

  • Was war dein größtes Highlight? – „Das 100 Meter abseilen in der engen Schlucht und die Glühwürmchen.
  • Ist die Tour deinen Erwartungen gerecht geworden? – „Ich habe nicht erwartet, dass es so krass und cool wird.
  • Würdest du die Tour weiter empfehlen? – „Unbedingt, wenn man in der Gegend ist sollte man nicht die einfache Glühwürmchen Tour buchen sondern wirklich eine der Adventure Touren. Wir hatten das ganze einen Tag zuvor über bookme.co.nz gebucht und ordentlich gespart.

Danach wollten wir zu den Kiwis ins Otorohanga Kiwi House. Dort drehen sie den Tag-Nacht-Rhythmus, damit man die Tiere tagsüber sehen kann. Die Organisation schützt Eier vor Fressfeinden, zieht die Küken groß und entlässt sie erst wieder in die Natur, wenn sie stark genug sind. Ohne solche Projekte würden über 95 % aller Kiwi-Küken ihr erstes Jahr nicht überleben – verrückt traurig, aber umso wichtiger. Leider waren wir zu spät dran, also geht’s morgen dorthin. 🥚🐤🇳🇿

Heute übernachten wir wieder auf einem Campingplatz – hoffentlich eine ruhigere Nacht. Und davor schauen wir uns noch ein paar Bars und Pubs an. 🍻🌙

Ein kleiner Einblick in die Haggas Honking Holes Tour

Unser gesamter Trip in Neuseeland

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