Part 1 – 40km Xtrem Hike

Was wir heute erlebt haben…

Etwas später aufgestanden, gegen 10:00, ganz entspannt gefrühstückt und alles vorbereitet für den geplanten Zweitages-Hike zum Angelus Hut. Diese Hütte liegt spektakulär oberhalb des Lake Angelus auf etwa 1.650 Metern Höhe liegt mitten im Nelson Lakes National Park 🏔️. Die Hütte ist eine der bekanntesten im Park, bietet Platz für viele Wanderer und ist bei gutem Wetter ein absoluter Traumspot – mit Blick auf den See, die umliegenden Gipfel und oft spektakulische Sonnenauf- und -untergänge. Der Nelson Lakes National Park selbst liegt am nördlichen Ende der Südalpen und ist bekannt für seine klaren Gletscherseen, alpine Landschaft, schmale Grate und schnell wechselndes Wetter. Genau diese Kombination aus Schönheit und Respekt einflößender Natur macht den Park – und die Angelus Hut – zu einem echten Highlight, aber auch zu einem Ort, den man niemals unterschätzen sollte. Am Abend zuvor hatte ich extra etwas mehr vorgekocht, davon gab’s mittags nochmal eine Portion. Wir wollten nichts vergessen, deshalb kamen wir erst etwas später los 🚐📝.

Am Mt Robert Carpark ging es gegen 14:00 Uhr los. Nach etwa 15 Minuten fing es richtig an zu regnen 🌧️. Komplett durchnässt, aber die Schuhe hielten zum Glück dicht – dank Gore-Tex. Es war nicht allzu kalt, also war der Regen zwar nervig, aber noch okay. Zwei Männer gingen den selben Weg nach oben, sie machten nur einen Rundweg👋🥾.

Nach etwa einer Stunde erreichten wir den Mt Robert – Aussicht gleich null, alles nur Nebel. Wir hatten diesen Tag bewusst gewählt, weil die Hütte an den Vortagen + an allen Folgetagen ausgebucht war. Laut Wetterbericht sollte es am Nachmittag besser werden – Spoiler: wurde es nicht. Also weiter hinein in die Nebelsuppe. Je höher wir kamen, desto windiger wurde es.

Das erste Warnschild kam: „Wenn dir kalt ist oder du dich nicht gut fühlst, umdrehen.“ Wir waren erst bei einem Viertel und liefen weiter ⚠️➡️. Kurz vor der Hälfte das nächste Schild. Der Wind wurde stärker, aber wir fühlten uns fit und hatten genug Energie. Immer wieder kurze windgeschützte Passagen, dann wieder volle Dröhnung 🌬️⛰️. Der Weg war extrem steinig, wir kamen nur langsam voran.

In der letzten Phase, nach 5 Stunden, fing es nochmal richtig an zu regnen 🌧️😤. Die Apple Watch gab den Geist auf. An der letzten Kreuzung stand: „30 Minuten bis Angelus Hut“. Wir bogen rechts ab. Ein Paar kam uns entgegen und meinte, die nächste Hütte sei mindestens 1,5 Stunden entfernt – da hätten wir schon stutzig werden sollen 😬.

Wir liefen weiter bergab. Irgendwann zog ich doch das Handy raus: falscher Weg 📱❌. Zwar ein Track, aber komplett die falsche Richtung. Der Abstieg war die Hölle: durchnässte Farne, hohes Gras, Pfützen, Schlamm, zwei Bachüberquerungen 🌿💦. Kurz Panik, dann Ruhe bewahren. Entscheidung klar: wir müssen wieder komplett hoch.

Der Rückweg ging brutal an die Reserven 💪🔥. Überlebensmodus an. Es war noch hell, aber schon etwa 20:00 Uhr. Schritt für Schritt kämpften wir uns den komplett nassen Weg wieder hoch. Alles war egal, nur noch hoch. Und dann endlich: wieder die bekannte Kreuzung 🙏. Diesmal wirklich: „30 Minuten bis zur Hütte“.

Wir gingen weiter. Ein See. Noch ein Stück. Da war sie endlich – die Angelus Hut 🏠✨. Gegen 21:30 Uhr kamen wir an. Ein paar Leute waren noch wach. Schnell Schlafsäcke raus, ankommen. Zum Abendessen gab’s nochmal die Asia-Pfanne vom Vortag – selten hat Essen so gut geschmeckt 🍜❤️.

Ich legte noch Holz nach und heizte den Ofen ordentlich ein 🔥. Kurz Diskussion, weil ich die Tür einen Spalt offen ließ, um feuchtes Holz besser anzubrennen – am Ende Tür zu, Diskussion beendet 😅. Dann endlich: ab ins Bett 🛌😴.

Reflexion:
Auf unserem Weg überquerten wir mehrere markante Punkte: den Mt Robert Track, später Abschnitte des Robert Ridge, offene alpine Passagen, steinige Grate, windige Sättel und schließlich den Abstieg Richtung Lake Angelus. Der höchste Punkt unserer Route lag bei ungefähr 1.800 Metern, oben am Grat, wo Wind und Wetter nochmal richtig gezeigt haben, wer hier das Sagen hat. Wir hatten uns mental auf solche Bedingungen eingestellt, überrascht hat es uns also nicht – trotzdem war es heftig. Rückblickend keine ideale Entscheidung. Bei gutem Wetter kann man andererseits genauso ausrutschen. Immerhin: neue Wanderschuhe, gute Ausrüstung und wir haben es gemeinsam durchgezogen. 💪🥾 ⚠️🤔

Ein kleiner Überblick zur Route

Unser gesamter Trip in Neuseeland

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