Kerikeri

Was wir heute erlebt haben…

Gestern war ein langer Videoschnitt-Abend, um die Barrier-Island-Videos zu bearbeiten. Deshalb bin ich heute erst gegen 07:00 Uhr aufgestanden – Mone dagegen hatte da ihren Morgensport schon durchgezogen. Immerhin haben wir es heute früher vom Campingplatz wegge­schafft. Unser erstes Ziel waren die Haruru Falls. Dort wollten wir eigentlich einen 6-Kilometer-Rundweg gehen – am Ende waren es dann doch 12 Kilometer. Auf dem Trekkingweg kamen wir an Bäumen vorbei, die direkt im Wasser wuchsen. Dieser „Wald“ war als Snake Gully ausgeschildert – auf den zweiten Blick absolut einleuchtend. Die Graue Mangrove (Avicennia marina) ist übrigens die einzige Mangrovenart, die in Neuseeland natürlich vorkommt. Sie wächst auf sandigem Untergrund und wechselt je nach Gezeiten zwischen Überflutung und Trockenfallen. 🌿🌊

Am Ende des Weges kamen wir beim Te Rau Aroha Museum heraus, das wir uns nicht entgehen ließen. Wie schon in der Art Gallery Auckland hatten wir wieder Glück und erwischten eine kostenlose Führung – der Eintritt war diesmal allerdings nicht frei. Es war ganz nett, aber für mich kein Must-Do. Die Ausstellung zeigte viel über den Militärdienst der Māori, persönliche Erinnerungsstücke, Geschichten des 28th (Māori) Battalion und eindrucksvolle Gedenkräume. Auf dem Waitangi-Gelände selbst gehören außerdem das große Wharenui (Versammlungshaus), der Māori-Tempel und das beeindruckende zeremonielle Waka (Kriegskanu) zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. 🏛️

Zurück am Auto dann der Schockmoment: Die Campertür stand offen und das Auto war nicht abgesperrt. Ist alles weg? Wurden wir aufgebrochen? Zum Glück stellte sich heraus, dass wir selbst die Fahrertür offen gelassen hatten – dadurch sperrt der Funkschlüssel nicht zu. Es war noch alles da, aber das Adrenalin war auf Anschlag. 😅🚐

Nach dem kleinen Herzinfarkt ging’s weiter nach Kerikeri ins Jerusalem Café, ein israelisches Café/Restaurant. Erst bestellten wir Kaffee – ich hatte einen typischen, sehr starken Schlammkaffee mit Kardamom. Danach gab’s Pitabrot mit Tomaten und Basilikum als Vorspeise. Als Hauptgericht teilten wir uns Reis, Falafel, Lamm, Rindfleisch, Hummus und verschiedene Dips. Super lecker. 🍽️😋

Auf dem Weg zu unserem Zielstrand merkten wir schnell, dass dort richtig viel los war – vermutlich wegen des Sonnenuntergangs, den wir schließlich vom Auto aus betrachteten. Bei der Suche nach einem Campingstellplatz wollten wir ausprobieren, wie gut unser Camper durch den Sand kommt. Spoiler: Wir sind stecken geblieben. Gedankenblitz – die weisen Worte meines Arbeitskollegen: „Ruhe bewahren, Luft aus den Reifen, Fußmatte unter die Reifen, nochmal probieren.“  Eeeehm … nein. Inzwischen war es stockdunkel, und wir waren immer noch am Schaufeln und Probieren. Zum Glück half uns ein Engländer mit Anschieben, während Mone am Steuer saß. Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen wir frei, parkten rückwärts beim erstbesten Platz ein – fertig. 🏖️💪

Danach habe ich direkt die Dusche eingeweiht, denn der Sand klebte wie Sekundenkleber an mir – so wollte ich auf keinen Fall ins Bett.
Endlich schlafen. Na, Gute Nacht. 🌙😴

Unser gesamter Trip in Neuseeland

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