Unsere erste Anlaufstelle des Tages war die Karangahake Gorge. Die Schlucht verbindet beeindruckende Natur mit sichtbar erhaltener Goldgräbergeschichte: Entlang des Flusses führt der Track über alte Brücken und durch einen ehemaligen 1-km-Eisenbahntunnel, in dem früher tonnenweise Gestein für die Goldgewinnung transportiert wurde. Heute hat sich die Natur vieles zurückerobert, wodurch die Mischung aus Wald, Flussrauschen und vergessenen Minen einen ganz besonderen, fast mystischen Charme hat. 🌿🌉⛰️
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Danach machten wir uns auf den Weg Richtung Waitomo Caves, für die wir am nächsten Tag eine Tour gebucht hatten. Übernachtet haben wir im kleinen Ort Te Kuiti, auf einem kostenlosen Campingplatz direkt in der Stadt. Rückblickend: kein Glücksgriff, dazu noch mehr. 😬🚐
Auf dem Weg entdeckten wir im Ort Otorohanga einen kleinen Christmas-Umzug – vollkommen unerwartet und irgendwie richtig toll. Also: nächste Parkmöglichkeit, Handbremse – Check – und raus aus dem Camper, das lassen wir uns doch nicht entgehen. 🎄🚐✨
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Wir gingen gegen halb elf schlafen – und mitten in der Nacht wurden wir von einem riesigen Knall auf unserem Camperdach geweckt. Aus dem Tiefschlaf gerissen, wussten wir erstmal gar nicht, was passiert war. Als ich zum Dachfenster schaute, sah ich, dass jemand etwas Orangefarbenes draufgeworfen hatte. Und kaum hatten wir realisiert, was los war – BAM, der nächste Schlag! Ich sah einen kleinen Jungen / jungen Mann davonrennen, direkt Richtung Park. Ich brüllte aus dem Van heraus so laut, dass es wahrscheinlich der halbe Campingplatz gehört hat. Ein Nachbar ist fünf Minuten später abgehauen. 😡💥🏃♂️
Kurz überlegte ich, dem Typen hinterherzulaufen, doch Mone hielt mich glücklicherweise zurück. Wir riefen die Polizei. Nach gefühlt endlosen 20 Fragen kamen etwa 15 Minuten später zwei Beamte. Als wir ausstiegen, sahen wir das ganze Ausmaß: Das Dachfenster war komplett zersplittert, denn es lagen große Straßenpylonen darauf. Die Polizisten fuhren etwas in der Gegend rum, fanden aber niemanden und verabschiedeten sich wieder. 🚔🪟💔
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Wir überlegten, ob wir wegfahren sollten – aber wohin? Alle Campingplätze geschlossen, Wildcampen streng verboten und teuer, wenn man erwischt wird. Also schlossen wir alles ab, kuschelten uns wieder ins Bett und versuchten irgendwie halb zu schlafen – denn am nächsten Morgen stand eine fette Adventure Tour an. 😩🛌
Gegen 4 Uhr wieder Stimmen. Wieder Jungs. Vermutlich dieselben. Wir riefen erneut die Polizei an. Die Typen schrien irgendwas wie:
„Get the fu up, motherfu****, it’s already 4 am! F*ing campers, wake up!“
Wir fühlten uns einfach nur noch unwohl. Nach etwa 20 Minuten verzogen sie sich endlich. Was für ein absoluter Ort des Grauens. Auf den öffentlichen Toiletten roch es schon am Vorabend nach Marihuana – das hätte wohl ein Zeichen sein sollen. 😤🌚🚫
Fazit: Te Kuiti – absolut nicht zu empfehlen. Weder landschaftlich reizvoll noch angenehm. Einfach nur… nein. ❌👎🌧️









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